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Ihr Kinder- und Jugendarzt oder der behandelnde Arzt in der Kinderkinik verwendet häufig medizinische Fachbegriffe. Da eine gesprochene Erklärung sich nicht immer dauerhaft einprägt, sind wichtige Fachbegriffe aus den hier veröffentlichten Textbeiträgen in einem Glossar zusammengefasst, so dass Sie in Ruhe nachlesen können.
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ausführliche Vorgeschichte, die der Arzt zum Verständnis einer Krankheit vor der weiteren Diagnostik und der Behandlung vom Patienten oder von Personen aus dessen Umgebung erhebt
röntgendiagnostisches Verfahren, bei dem der menschliche Körper Schicht für Schicht durchleuchtet wird. Es lassen sich heute dreidimensionale Bilder erstellen. Vorwiegend eingesetzt zur Durchleuchtung des Kopfes in der Notfallmedizin und zur Darstellung von Veränderungen im Brustkorb. Je nach Organ dauert die Untersuchung nur wenige Minuten.
Ultraschallverfahren des Herzen. Dabei wird ein bewegtes Bild des Herzen erstellt. Es dient dem Nachweis von Herzklappenfehlern, von engen Stellen in den Gefäßen oder von Löchern in der Kammerwand.
Aufzeichnung der Spannungsschwankungen des Gehirns, meist als Ruhe-EEG, unter Stimulation oder nach Schlafentzug abgeleitet. Dient zur Erkennung von Krampfanfällen oder Veränderungen, die mit Krampfanfällen einhergehen können. Dabei werden Elektroden auf den Kopf geklebt oder durch ein Band befestigt und die Stromkurve aufgezeichnet.
Elektrische Stromkurve, die bei der Ausbreitung der Herzmuskelerregung entsteht.
Test, zur Abklärung von Bauchschmerzen, eigentlich zwei Teste. Dabei wird geprüft, ob bestimmte Kohlenhydrate vertragen werden oder nicht. Für den Test bekommt das Kind eine Lösung zu trinken und muss zu bestimmten Zeitpunkten in ein Gerät blasen.
Verfahren, bei dem elektromagnetische Wellen zur Bildgebung eingesetzt werden. Beste Möglichkeit Gewebe wie das Gehirn oder die Bauchorgane darzustellen. Die Untersuchung dauert je nach Organ 20 Minuten und länger, absolut ruhiges Liegen ist erforderlich. Bei kleinen Kindern ist dies nur im Schlaf möglich.
Teilgebiet der Kinderheilkunde, das sich mit allen Störungen oder Befunden beschäftigt, die das kindliche Herz betreffen. Hierzu zählt die Abklärung eines Herzgeräusches oder die Abklärung von Herzrhythmusstörungen.Verfahren, die in diesem Zusammenhang zum Einsatz kommen, sind das EKG, die Echokardiografie, das Langzeit- EKG, die Langzeit- Blutdruckmessung.
Teilgebiet der Kinderheilkunde, das sich mit allen Störungen oder Befunden beschäftigt, die die kindliche Lunge betreffen.
Dient der Erfassung von erhöhtem Blutdruck. Dabei wird über einen Zeitraum von 12-24 Stunden in regelmäßigen Abständen der Blutdruck gemessen.
Das Langzeit- EKG dient der Erfassung von Rhythmusstörungen. Dabei wird ein EKG über einen längeren Zeitraum- in der Regel 12- 24 Stunden- fortlaufend aufgezeichnet. Das Aufzeichnungsgerät wird am Körper getragen.
Röntgenuntersuchung der Harnblase mit Kontrastmittel. Dient zur Klärung der Frage, ob Urin von der Blase in die Nieren zurückfließt. Für die Untersuchung wird ein dünner Schlauch (Katheter) durch die Harnröhre in die Blase geschoben. Über den Katheter wird ein Kontrastmittel gegeben, das auf dem Röntgenschirm schwarz oder weiß erscheint. Die Untersuchung wird meist durchgeführt, wenn das Kind eine erste Nierenbeckenentzündung gehabt hat.
angeborene Erkrankung, die sich vor allem an der Lunge und im Darmtrakt abspielt.
Bildgebendes Verfahren zur Erfassung der Nierenfunktion. Dabei wird ein schwach radioaktiver Stoff über einen venösen Zugang gegeben. Die Ansammlung des Stoffes in der Niere und seiner Ausscheidung wird von einer Spezialkamera aufgezeichnet. Das Kind sollte möglichst ruhig liegen, danach wird der Urin gesammelt und entsorgt.
Untersuchung zur Klärung der Frage, ob Nahrung aus dem Magen in die verkehrte Richtung, nämlich in die Speiseröhre, zurückfließt. Dabei wird dem Kind eine Messsonde durch die Nase in die Speiseröhre geschoben: Deren Lage wird durch eine Röntgenaufnahme kontrolliert. Über die Messsonde wird fortlaufend der Säuregehalt in der Speiseröhre aufgezeichnet. Die Untersuchung wird über 24 Stunden durchgeführt. Das Anlegen der Sonde ist unangenehm, der Rest aber schmerzlos.
Test zur Diagnose einer Mukoviszidose. Dabei wird eine Substanz auf die Haut gebracht, die einen kleinen Hautbereich gezielt und stark zum Schwitzen bringt. Der Schweiß wird aufgefangen und daraus der Gehalt von Chloridionen bestimmt. Der Test ist nicht schmerzhaft, aber etwas zeitaufwendig.

Städt. Klinikum Solingen
Klin. f. Kinder u. Jugendl.
Berufsverband der
Kinder- u. Jugendärzte