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AOK Rheinland/Hamburg schließt Lücke bei Vorsorgeuntersuchungen von Kindern - U10 und U11 werden Kassenleistung

Düsseldorf, 30.6.2008 – Die bestehenden Früherkennungsuntersuchungen werden ab dem 1.7.2008 um die zusätzlichen Untersuchungen U10 und U11 ergänzt. Darüber hinaus erstattet die AOK Rheinland/Hamburg ihren Versicherten bereits jetzt schon die Kosten für die U7a, die demnächst ebenfalls eine Kassenleistung werden soll.Zu diesem Zweck hat die AOK Rheinland/Hamburg gemeinsam mit den Landesverbänden Hamburg und Nordrhein des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte sowie den Kassenärztlichen Vereinigungen Hamburg und Nordrhein eine Vereinbarung geschlossen. Bei der AOK Rheinland/Hamburg können rund 120.000 Kinder und Jugendliche die neuen Vorsorgeuntersuchungen U10 und U11 nutzen.Die U10 überprüft bei Kindern im Alter zwischen sieben und acht Jahren unter anderem die Entwicklung von Lese-, Rechtschreib- und Rechenfähigkeiten und der motorischen Fähigkeiten. Die U11 untersucht bei Kindern im Alter von neun bis zehn Jahren, ob Schulleistungsstörungen oder gesundheitsschädigendes Medienverhalten vorliegen. Diese Untersuchung soll darüber hinaus der Bewegungs- und Sportförderung dienen, den problematischen Umgang mit Suchtmitteln erkennen und verhindern helfen, aber auch gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützen.Des Weiteren erstattet die AOK Rheinland/Hamburg ab sofort auch die Kosten für die Vorsorgeuntersuchung U7a. Bei dieser Untersuchung zwischen dem 33. und 36. Lebensmonat sollen beispielsweise allergische Erkrankungen, Übergewicht, Verhaltens- oder Sprachentwicklungsstörungen sowie eine falsche Zahn-, Mund- und Kieferentwicklung erkannt werden.„Bisher gab es eine deutliche Lücke bei den Früherkennungsunter-suchungen von Kindern im dritten Lebensjahr und zwischen dem sechsten und dreizehnten Lebensjahr“, so Cornelia Prüfer-Storcks, Mitglied des Vorstands der AOK Rheinland/Hamburg. „Mit den neuen Untersuchungen können Fehlentwicklungen in diesen wichtigen Jahren frühzeitig erkannt werden.“

Die Landesverbände Hamburg und Nordrhein des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte begrüßen die vorbildliche Bereitschaft der AOK Rheinland/Hamburg zur dringend erforderlichen Ausweitung des Gesundheitspräventionsangebotes auch auf das Schulalter. Die Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte werden durch die zusätzlichen Kinderfrüherkennungsuntersuchungen in die Lage versetzt, frühzeitiger und gezielter als bisher auf die gesundheitlichen Bedrohungen unserer Zeit zu reagieren, die oftmals den geänderten Lebensbedingungen unserer heutigen Gesellschaft geschuldet sind.

 

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