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Kinder- und Jugendärzte: Grippeimpfung nur für Risikokinder

Impfappell der Landesregierung gefährlich

“Sobald es wieder Impfstoff gibt, werden wir zunächst nur Kinder mit chronischen Krankheiten wie Asthma, Herz-Kreislauf-, Leber- und N ierenkrankheiten, Immunerkrankungen, Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten impfen können. Wenn diese Patienten versorgt sind, können auch andere Kinder und Jugendliche geimpft werden. So schreibt es die Stiko (Ständige Impfkommission) vor und so ist es auch sinnvoll und solidarisch.” Mit diesen Worten warb Dr. med. Thomas Fischbach, Vorsitzender der nordrheinischen Kinder- und Jugendärzte heute um Besonnenheit. Viele Eltern, so der Solinger Kinder- und Jugendarzt, riefen nach dem Impfappell der Landesregierung voller Panik in den Praxen an und verlangten für ihre Kinder die Grippeschutzimpfung: “Einen flächendeckenden Impfschutz werden wir aufgrund der zur Verfügung stehenden Impfstoffmenge nicht herstellen können, wir müssen daher zunächst die Risikogruppen, so gut es geht, schützen. Dazu gehören neben chronisch kranken Kindern und Jugendlichen vor allem ältere Menschen, die sich nicht nur schneller mit dem Erreger anstecken, sondern bei denen die Erkrankung auch gefährlicher verläuft.”

Viele Eltern, so Dr. med Thomas Fischbach, versuchen zur Zeit auch vorsorglich, Anti-Grippe-Mittel “zu horten”. Tamiflu, Relenza oder Amantadin können und sollen jedoch nur nach einer ärztlichen Untersuchung verordnet werden. Dr. med. Thomas Fischbach: “Anti-Grippe-Mittel können eventuell lebenswichtig werden. Sie vorsorglich und ohne sichere Diagnose einzunehmen, bringt jedoch gar nichts. Sie für den Fall der Fälle einzulagern, kann dazu führen, dass sie knapp werden und kranke Menschen sie nicht bekommen. Eltern können darauf vertrauen, dass die Landesregierung die Substanz rechtzeitig eingekauft hat und im Notfall an Patienten abgeben wird.”

Düsseldorf, 26 Oktober 2005. s

Pressestelle: Dr. med. Sylvia Schuster - Volmerswerther Str. 345a - 40221
Düsseldorf - Tel: 0211/153213

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