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Lesen Sie die Ansprache von Martin Grauduszus am 9.11.2005 auf der Domplatte in Köln (Format PDF)
Mehrere tausend Ärzte und Arzthelferinnen protestierten am 09.11.2005 auf dem Domplatz in Köln gegen die Arbeitssituation in den niedergelassenen Arztpraxen.
Mit der Protestaktion, die von der Freien Ärzteschaft ausging und von mehreren Verbänden unterstützt wird, wollen die Ärzte darauf aufmerksam machen, dass es wegen unterfinanzierter Kassenleistungen und zunehmender Bürokratie immer schwieriger wird, ihre Praxis auf einer wirtschaftlich soliden Basis zu betreiben. Viele Arzthelferinnen hätten deshalb schon ihren Job verloren und das Ende der Fahnenstange sei noch nicht erreicht. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit strebt infolge der unsoliden und unehrlichen Gesundheitspolitik nahezu ein Drittel aller Arztpraxen der Insolvenz zu. Dr. Martin Grauduszus von der "Freien Ärzteschaft":"Mit der unermüdlichen Predigt von der 'sozialen Gerechtigkeit', 'explodierenden Kosten' und Qualitätsverbesserung' wird die Enteignung der niedergelassenen Ä rzte und ihren Praxen vorangetrieben" und weiter: "Nur wir, Ärzte und Ä rztinnen mit ihren Mitarbeitern, verhindern, dass die Rationierung von den Patienten bemerkt wird. Durch uns wird bis zur physischen, psychischen und finanziellen Erschöpfung die medizinische Versorgung der Bevölkerung sicher gestellt."
Heute beginnen viele Bürgerinnen und Bürger langsam zu begreifen, daß sie mit dieser chaotischen Gesundheitspolitik des Bundes letztlich genauso Verlierer sein werden. Daher war der Grad an Zustimmung für die demonstrierenden Ärztinnen,Ärzte und Arzthelferinnen außerordentlich hoch.
Beitrrag von Dr. med.Thomas Fischbach, 09.11.05
Berufsverband der
Kinder- u. Jugendärzte

Stä;dt. Klinikum Solingen
Zentrum für Klinder- und Jugendmedizin