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Seit Juli 2004 sind neue Richtlinien für die Verordnung von Heilmitteln (Ergotherapie, Sprachtherapie, Krankengymnastik) in Kraft. Ziel der neuen Heilmittelrichtlinien ist, die knappen Geldmittel im Gesundheitswesen noch zielgerichteter einzusetzen.
Nicht jedes Kind mit leichten Auffälligkeiten in der Beweguing, Wahrnehmung (z.B. Konzentration ) oder Sprache braucht eine Ergotherapie, Physiotherapie oder Logopädie. Oft hilft eine intensivere Beschäfigung der Eltern mit ihren Kindern, die regelmäßige Beteiligung in einer Sportgruppe, ein Malkurs oder musikalische Füherziehung mehr als eine Therapie, die von Kindern oft als persönliches Versagen gesehen wird.
Wunschverordnungen auf Druck der Eltern, Kindergärten oder Schulen kann es auch in Zukunft nicht geben.
Weniger Fernsehen und Computerspiele, dafür mehr Bewegung im Freien und mehr Gespräche in den Familien würden manche Therapie vermeiden helfen.
Entwicklungsverzögerte, kranke und behinderte Kinder und Jugendliche
werden selbstverständlich auch weiterhin notwendige Therapien auf
Rezept bekommen.
Plakat
HMR2004 als pdf-Datei
Berufsverband der
Kinder- u. Jugendärzte

Städt. Klinikum Solingen
Zentrum für Klinder- und Jugendmedizin